2006 Klaus Karrer

Nachdem ich der alleinige Inhaber des Zwingers “exJANDRAorta” war, vermisste ich die schönen Schwarzen Terrier doch sehr. Auch war meine geliebte Hündin Jana mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, und ich hätte eine neue Zuchthündin zukaufen müssen. Nachdem wir am Stadtrand von Frankfurt leben – also sozusagen in der Großstadt – waren die Schwarzen kein gangbarer Weg. Doch schon seit vielen Jahren fielen meine Blicke auf den Ausstellungen immer wieder auf diesen schönen, blauen Terrier – den Kerry Blue.

Ich verbrachte Nächte im Internet auf der Suche nach Informationen, ließ Bücher aus England und Amerika kommen, und der Entschluss zum Kerry Blue Terrier nahm mehr und mehr Gestalt an (ein Dankeschön an alle Helfer und Informanten aus dieser Zeit – besonders irische und amerikanische Züchter und Handler brachten mich weiter auf meinem Weg, auch an Birte Bedstedt vom Kennel Kordes in Dänemark – immer eine Inspiration). Der erste Kerry kam nach Hause, und Shiva ist auch heute noch ein Teil unseres Lebens. Sie ist von tollem Wesen, aber ihre Entwicklung brachte mich zu der Überzeugung, eine neue Zucht mit ihr nicht zu beginnen. Daher durfte sie der geliebte Familienhund bleiben und ist mittlerweile der Sofalöwe der Familie.

Also begann die Suche von neuem und ein guter Freund und Richter wendete meinen Blick nach Russland. Nun ist es nicht gerade leicht, Kontakte nach Russland aufzubauen; allein technische Schwierigkeiten, die das Internet über die Grenzen zum Osten hinweg mit sich bringt, treiben einen in den „Wahnsinn“. Doch die Mühe wurde belohnt und Julia Chernova, Besitzer des Kennels „Absoljut Triumph“ in Moskau, verhalf mir zu meinem russischen Schätzchen „Absoljut Triumph Grandiva“. Show MoskauAm 25. September 2004 war der große Tag und Diva trat auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld in mein Leben. All meine Hoffnungen und Träume beruhten auf ihr und sie hat diese bis heute nicht ein Mal enttäuscht. Mittlerweile ist Russland eine Inspiration für meine eigene Kerry-Zucht geworden und auf diesem Weg sind viele Freundschaften entstanden. Wann immer ich Hilfe und Unterstützung brauchte oder in Zukunft brauchen werde, meine russischen Freunde sind immer für mich da.

Toscha lebt nun schon ein Jahr bei uns – sie kam mit 12 Wochen wie jeder andere Welpe auch. Die Entscheidung, Toscha zu uns zu nehmen, beruht in erster Linie auf ihrem Vater, Olido vom Landsberg. Ein Rüde, der bei uns leider nicht zum decken eingesetzt werden kann, da seine Hüften nicht geröngt sind. Sicher barg damit Toscha ein gewisses Restrisiko in sich, das wir aber bereit waren, zu tragen. Und wir sollten recht behalten – auch wenn Toscha eher zu den Spätentwicklern gehörte, hat sie sich doch mittlerweile schon sehr gut gemacht und wir sind sehr gespannt, wie sie nach einem weiteren Jahr aussehen wird. Ihre Hüfte ist mittlerweile geröngt mit einem Ergebnis HD-B1, soweit also alles in bester Ordnung. Allerdings bedeutet dies für mich, Toscha ausschließlich mit HDF-A Rüden zu verpaaren. Den ersten Kandidaten hierzu haben wir schon ausgespäht und ich denke, im Frühjahr 2009 wird es soweit sein.

Auf der CACIB in Offenburg konnte Diva am 11.03.2007 die Anwartschaft auf den Deutschen Champion VDH erfüllen: